Zuschauen und zuhören
Arbeit ankert Menschen in ihrer Umwelt; es ist ein Geben und Nehmen. Die Befragten erleben ihre Wirksamkeit im Austausch mit Klienten/ Patienten, aber auch in der Kooperation mit Kolleg:innen oder mit Angestellten. Oder – abstrakter – als Beitrag für die Dorfgemeinschaft oder für Öffentlichkeit und Politik.
Die im Projekt interviewten Personen erzählen präzis über ganz spezifische Talente und Kompetenzen für ihr eigenes Ältertätigsein. Fachkompetenz scheint selbstverständlich, Selbstkompetenz ist zentral fürs Am-Ball-Bleiben, Methodenkompetenz fördert das effiziente Erreichen guter Resultate und von Sozialkompetenz profitieren alle Kontaktpersonen im Aktionsradius.
Wer ein Berufsleben lang immer neue Projekte lanciert hat, erfindet auch als ältertätige Person Produkte oder Dienstleistungen, die es zuvor an diesem Ort nicht gab. Zuweilen ist Innovatives an die Gründung einer neuen Organisation oder Firma gebunden, manchmal genügen die bestehenden Strukturen; gelegentlich handelt es sich einfach um das Engagement individueller Personen.
Gearbeitet wird in konkreten geografischen und sozialen Räumen: in Nachbarschaft, Quartier, Dorf oder einer Region. Die Auskunftsgebenden erzählen über verschiedene Arten von verbindlicher Zugehörigkeit, nährender Verwurzelung und Reichweite; zuweilen ist der Raum klein, Familie und Betrieb deckungsgleich.